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Rückstände
in Lebensmitteln
We all value fresh, tasty and healthy food. But many people are concerned about pesticide residues. However, there are many ways to ensure that pesticide application does not compromise the safety of our food. If you want to know more about it, please scroll down. (This could be a bit technical now, but we have tried to make the content as transparent and understandable as possible. If you have any questions, please do not hesitate to contact us!).
Tomatoes on vine
Was sind Rückstände in Lebensmitteln?

Produkte für den Pflanzenschutz werden auf die Pflanzen aufgetragen, um sie vor konkurrierenden Unkräutern und schädlichen Pilzen und Insekten zu schützen.

 

Rückstände sind Spuren von Pflanzenschutzmitteln, die nach Anwendung des Produkts in und auf Lebensmitteln auftreten können.

 

Bevor ein Pflanzenschutzmittel für den landwirtschaftlichen Einsatz zugelassen wird, werden die Rückstände dieses Mittels in allen Arten von Lebensmitteln gemessen, die man im Lebensmittelgeschäft kaufen kann:

  • In rohen, unverarbeiteten Lebensmitteln
  • In Lebensmitteln, die auf Feldern angebaut wurden, auf die zuvor Pestizide aufgetragen wurden
  • In Lebensmitteln, die auf irgendeine Weise verarbeitet wurden (gekocht, geschält usw.)
  • In Produkten von Tieren, die behandelte Pflanzen gefressen haben

 

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Lebensmittelarten

Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die direkt mit einem Pflanzenschutzmittel behandelt wurden. Die Rückstände dieser Behandlung werden gemessen.

Dieser Test wird wie folgt durchgeführt: Die Produkte werden unter Beachtung der Guten Landwirtschaftlichen Praxis (siehe Definition unten) auf alle relevanten Kulturen aufgetragen. Dieser Versuch wird zwischen 8 und 24 Mal wiederholt. Proben der entsprechenden Lebens- und Futtermittel werden in verschiedenen Abständen genommen und auf Rückstandsgehalte analysiert. Anschließend werden die Daten ausgewertet, um mehr Erkenntnisse über die Rückstände zu gewinnen.

Die Gute Landwirtschaftliche Praxis (Good Agricultural Practice, GAP) gibt die Bedingungen vor, unter denen ein Pflanzenschutzmittel anzuwenden ist. Dazu werden im Wesentlichen Faktoren wie u. a. die Krankheit oder Schädlinge, auf die das Produkt abzielt, die maximal gestattete Anzahl der Anwendungen und die zeitlichen Vorgaben, die maximale Ausbringmenge des Produkts pro Behandlung, die Menge des mit dem Produkt zu verwendenden Wassers, die Sperrfrist (PHI oder Pre-Harvest Interval, d. h. Zeit zwischen letzter Anwendung und Ernte) sowie die bei der Anwendung des Produkts zu ergreifenden Schutzmaßnahmen (z. B. die zu tragende Schutzkleidung) berücksichtigt.

 

Nach Zulassung des Produkts werden diese GAP-Informationen vollständig auf dem Produktetikett aufgeführt. Landwirte, die das Produkt verwenden, müssen sich an die Anweisungen auf dem Etikett halten.

 

Doch woher weiß man, nach welchen Rückständen man suchen muss?

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Rückstände in Pflanzen zu untersuchen. Ein Beispiel sind Metabolismus-Studien. In diesen Studien werden biologische Systeme (wie Pflanzen, Tiere und Boden) einem Pflanzenschutzmittel ausgesetzt. Die Wissenschaftler untersuchen dann die Metaboliten, d. h. Abbauprodukte, die möglicherweise während des Stoffwechselvorgangs entstehen. Mithilfe dieser Informationen können die Wissenschaftler die Rückstände ermitteln, die überwacht werden müssen.

 

Weitere Informationen zu Rückstandsuntersuchungen finden Sie hier. Substanzbezogene Studieninformationen zu Hauptkulturen finden Sie in den Zusammenfassungen zu Rückstandsstudien auf unserer Website.

Auch in Folgekulturen werden Rückstände gemessen. Dabei handelt es sich um Kulturen, die auf einem Feld gepflanzt wurden, auf dem zuvor ein Pflanzenschutzmittel ausgebracht wurde.

 

Landwirte wenden oft die Fruchtfolge an, um die Qualität ihres Bodens zu erhalten. Das bedeutet, dass sie in jeder Anbausaison andere Arten von Kulturen auf einem Feld anpflanzen.

 

Folgekulturen werden auch als einjährige Kulturen bezeichnet, was bedeutet, dass sie nur für eine Saison angebaut werden.

Tiere können mit Pflanzen gefüttert werden, die mit einem Pflanzenschutzmittel behandelt wurden. Wir untersuchen tierische Erzeugnisse wie Milch, Fleisch und Eier auf sämtliche Rückstände, die darin enthalten sein könnten.

 

Dazu führen Wissenschaftler Studien durch, in denen sie Tiere mit Futtermitteln aus behandelten Kulturen füttern. Anschließend analysieren sie beispielsweise die Rückstandsgehalte in der Milch oder dem Fleisch der Tiere.

 

Substanzbezogene Studieninformationen zu tierischen Erzeugnissen finden Sie in den Zusammenfassungen zu Rückstandsstudien auf unserer Website.

Viele Lebensmittel werden nicht nur roh, sondern auch in verarbeiteter Form verzehrt, zum Beispiel Frucht- oder Gemüsesäfte, Tomatenketchup, aus Gerste hergestelltes Bier und Öl aus Sojabohnen.

 

Um herauszufinden, was mit den Rückständen in diesen verarbeiteten Lebensmitteln geschieht, verarbeiten Wissenschaftler Rohstoffe wie Tomaten mit den typischen Methoden, die in der Industrie oder im Haushalt zum Einsatz kommen, wie z. B. Frittieren, Kochen, Backen, Fermentieren oder Auspressen. Die Endprodukte werden dann auf Rückstände analysiert.

 

Substanzbezogene Studieninformationen zu verarbeiteten Lebensmitteln finden Sie in den Zusammenfassungen zu Rückstandsstudien auf unserer Website.

Überraschende Fakten

Häufig schenken wir alltäglichen Situationen keine große Beachtung, auch wenn wir das vielleicht tun sollten.

 

  Rhabarberblätter enthalten giftige Anthrachinone und dürfen daher nicht verzehrt werden.
  Kaffee enthält krebserregende Substanzen. 100 Tassen Kaffee können für einen Erwachsenen tödlich sein.
  Rohe cashewnüsse enthalten das Gift Urushiol. Sie müssen erhitzt werden, bevor sie verzehrt werden können.
  57 g Salz können ein Kind töten.

 

Wie sicher sind meine Lebensmittel

Ihre Lebensmittel sind sicher.

 

Pflanzenschutzmittel unterliegen strengen Auflagen und Vorschriften und werden von Regierungsbehörden in regelmäßigen Abständen streng überwacht.

 

In der Tat waren die Sicherheitsstandards und -vorschriften noch nie so hoch wie heute.

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Der Lebenszyklus eines Pestizids

Ein Pestizid, für das Bayer die Zulassung bei einer Behörde beantragt, wurde zuvor bis zu zehn Jahre geprüft und Sicherheitsbewertungen unterzogen. Wenn wir uns davon überzeugt haben, dass es sich um ein sicheres und wirksames Produkt handelt, reichen wir alle unsere Daten bei den Behörden ein, die dann wiederum bis zu zwei Jahre für ihre eigenen Prüfungen und Sicherheitsbewertungen benötigen, bevor sie die Zulassung erteilen. Auch nach der Zulassung eines Produkts überwachen die Behörden weiterhin dessen Anwendung, um die Sicherheit zu gewährleisten. In vielen Ländern führen die Behörden alle 10–15 Jahre eine vollständige Überprüfung der Produktdaten durch, um sich von der Sicherheit des Produkts zu überzeugen, und fordern dazu häufig aktualisierte Daten an. Und schlussendlich arbeitet Bayer mit Landwirten und anderen Anwendern zusammen, um sicherzustellen, dass das Produkt sicher verwendet wird.

 

Vor der Zulassung

Bayer

Vor der Zulassung beurteilt Bayer die Anzahl und Arten der Produktprüfungen und führt Risikobewertungen auf Basis der vorgeschlagenen Rückstandshöchstgehalte (RHG) durch. Die hier zur Überwachung verwendeten analytische Methoden gehören zu den „enforcement methods“

 

Behörden (Zulassung)

Zulassungsbehörden beurteilen alle Prozesse, die der Zulassung vorausgehen. Dann, wenn das Produkt als akzeptabel angesehen wird – und NUR dann – veröffentlichen sie den offiziellen RHG und geben Anweisungen für Etiketten vor.

 

Nach der zulassung

Behörden (Überwachung)

Nach der Zulassung überwachen die Behörden die Rückstände und kontrollieren die von den Landwirten verwendeten Mengen an Pflanzenschutzmitteln.

 

Landwirte und lieferanten

Landwirte und Lieferanten verwenden Pflanzenschutzmittel gemäß den Etiketten und führen aus Sicherheitsgründen stets genau Buch.

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Nehmen wir zum Beispiel Äpfel. Wie viele Äpfel müsste ein durchschnittlicher Erwachsener an einem Tag essen, damit sich ein typisches Pflanzenschutzmittel merkbar auf seine Gesundheit auswirkt?

850 Äpfel
This number represents the highest possible residue and still provides at least a 100-fold safety margin of exposure.

Können Sie sich vorstellen, 850 Äpfel an einem Tag zu essen? Es handelt sich hierbei zwar um ein typisches Beispiel, die entsprechenden Zahlen sind jedoch nicht immer so hoch. Bei der Bewertung des Ernährungsrisikos werden jedoch immer große Sicherheitsfaktoren herangezogen, um sicherzustellen, dass die Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln keine Gefahr für die Verbraucher darstellen.

 

Aber was ist mit der Lebensmittelsicherheit?

Landwirte müssen die GAP einhalten und beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dieses Grundprinzip befolgen: So wenig wie möglich und nur wenn nötig. Zudem gilt für die möglichen Rückstände in Erntegut ein Rückstandshöchstgehalt.

 

Dies gewährleistet die Sicherheit Ihrer Lebensmittel.

 

Vergleich der Grenzwerte

NOAEL (No Observable Adverse Effect Level)

Die höchste Dosis, bei der kein erkennbarer schädlicher Effekt beobachtet wird.

 

MRL (Maximum Residue Levels)

Die möglichen Rückstände in Erntegut unterliegen einem Höchstgehalt (MRL = RGH).

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Besteht Handlungsbedarf meinerseits?

In Bezug auf Rückstände in Lebensmitteln besteht kein Handlungsbedarf Ihrerseits, denn es ist die Aufgabe von Fachleuten, dafür zu sorgen, dass Ihre Lebensmittel sicher sind und bleiben.

 

Beim Umgang mit rohen Lebensmitteln ist es jedoch immer gut, die allgemeinen Vorschriften für Lebensmittelhygiene und Ernährung einzuhalten.

 

Icon: Wash produce
Waschen Sie alle Lebensmittel stets unter laufendem Wasser ab. Dadurch werden Oberflächenverunreinigungen wie Schmutz, Bakterien oder Oberflächenrückstände reduziert.
Icon: Dry produce
Trocknen Sie Obst oder Gemüse wenn möglich mit einem sauberen Geschirr- oder Papiertuch.
Icon: Scrub produce
Bürsten Sie festes Obst und Gemüse, wie Melonen und Wurzelgemüse, ab.
Icon: Cherries
Essen Sie unterschiedliche Arten von Obst und Gemüse.