Der Regulierungsprozess
für GV-Nutzpflanzen
Auch die Wissenschaftler bei Bayer sind Konsumenten. Wir wissen die strengen regulatorischen Standards für gentechnisch veränderte Pflanzenprodukte zu schätzen, weil sie dazu beitragen, die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umwelt zu schützen. Wir nehmen unsere Verantwortung für die Sicherheit unserer Produkte sehr ernst, und deshalb führen wir umfassende Sicherheitsstudien nach wissenschaftlichen Grundsätzen und hohen Qualitätsstandards durch. So können wir dem Bedarf an nachhaltigen innovativen Lösungen in der Landwirtschaft gerecht werden, die auch für Mensch, Tier und Umwelt sicher sind. 
Man in field
Wie wird Produktsicherheit gegenüber Aufsichtsbehörden weltweit nachgewiesen?
Green

Vor ihrer Vermarktung werden genetisch veränderte (GV) Nutzpflanzen mehr Untersuchungen und Kontrollen unterzogen als alle anderen Agrarprodukte – einschließlich konventioneller (oder gentechnikfreier) Nutzpflanzen. Schon in den ersten Forschungsphasen prüft Bayer seine GV-Nutzpflanzen auf ihre Sicherheit, einschließlich ihrer Umwelt- und Lebensmittelsicherheit.

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Bevor ein Gen zum Optimieren einer GV-Nutzpflanze verwendet wird, wird das von ihm exprimierte Protein auf seine Lebens- und Futtermittelsicherheit überprüft, um sicherzugehen, dass es sich dabei nicht um ein bekanntes Allergen handelt.

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Das Gen wird in Tausende unterschiedliche Varianten von Nutzpflanzen insertiert. An diesen Tausenden von Pflanzen wird eine Vielzahl von Prüfungen vorgenommen, um genau die Sorte zu bestimmen, die Landwirten den bestmöglichen Nutzen bringt. Diese Sorte wird weiterentwickelt und auf ihre Sicherheit geprüft.

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Die ausgewählte GV-Nutzpflanze wird umfassend analysiert, um nachzuweisen, dass sie ebenso unbedenklich ist wie ihre gentechnikfreie Variante. Diese Daten werden von den Aufsichtsbehörden weltweit sorgfältig geprüft, bevor von ihnen entschieden wird, ob das neue Produkt an Landwirte für den Anbau verkauft oder das von dieser Nutzpflanze stammende Getreide aus anderen Ländern eingeführt werden darf.

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Protein, Kohlenhydrate, Fett, Aminosäuren, Faserfraktionen, Vitamine und andere Komponenten jeder neuen GV-Nutzpflanze werden analysiert, um sicherzustellen, dass die GV-Sorte ebenso sicher und nährstoffreich ist wie ihre gentechnikfreie Variante.

 

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13 Jahre
"Im Durchschnitt dauert es 13 Jahre und es kostet ca. 115 Millionen Euro, um eine neue gentechnisch veränderte Nutzpflanze auf den Markt zu bringen. Dies beinhaltet Forschung, Entwicklung und die Zulassung durch die Regulierungsbehörden. Allein der regulatorische Prozess kann 5-7 Jahre dauern."

GV-Nutzpflanzen werden darüber hinaus auch umwelttechnischen Bewertungen unterzogen, um die Möglichkeit unbeabsichtigter Effekte und Auswirkungen auf die Umwelt zu bewerten. Es werden Feldversuche durchgeführt, mit denen festgestellt wird, ob die Pflanzen unbedenklich für die Umwelt sind. Das heißt, dass Sicherheitsüberprüfungen erfolgen, um zu gewährleisten, dass die Nutzpflanze im Vergleich zu ihrer konventionellen Variante grundsätzlich unverändert ist (abgesehen von dem eingeführten Merkmal) und von ihr keine schädlichen Folgen für die Umwelt ausgehen. Es werden Analysen hinsichtlich der agronomischen, phänotypischen, ökologischen Interaktionen und Auswirkungen auf Nichtzielorganismen (wie beispielsweise Honigbienen) durchgeführt.

 

Die von Bayer eingehaltenen und von den Aufsichtsbehörden weltweit anerkannten Richtlinien zur Aufrechterhaltung der Sicherheit wurden über viele Jahre hinweg von internationalen wissenschaftlichen Organisationen entwickelt, wie beispielsweise der Codex Alimentarius Commission oder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

 

Erst nachdem Bayer unter Verwendung international anerkannter Methoden die internen Anforderungen an die Sicherheitsüberprüfungen erfüllt hat, wird die GV-Nutzpflanze den Aufsichtsbehörden weltweit zur Prüfung eingereicht.

 

Beispielsweise wird in den USA – nach Abschluss umfassender Sicherheitstests durch Bayer – jedes genetisch veränderte (GV-) Produkt folgenden Prüfungen durch die Aufsichtsbehörden unterzogen:

 

Für den Verzehr geeignet

Die Food and Drug Administration (FDA) arbeitet eng mit den Entwicklern von GV-Nutzpflanzen zusammen, um sie dabei zu unterstützen, dass die aus ihren neuen Sorten hergestellten Lebensmittel sicher für die menschliche Ernährung sind.

 

Unbedenklicher Anbau

Das US-Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA) bestätigt, dass ein GV-Merkmal nicht mit dem Risiko eines schädlichen Pflanzenwuchses verbunden ist.

 

Unbedenklich für die Umwelt

Die Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) bewertet gegen Insekten und Viren resistente GV-Nutzpflanzen gründlich, um sicherzustellen, dass von diesen keine unverhältnismäßigen Gefahren für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ausgehen.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen