Pflanzenschutz
Reduzierung der Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt
In enger Zusammenarbeit mit den Erzeugern setzen wir uns dafür ein, die Umweltauswirkungen der Pflanzenschutzmittel außerhalb der Behandlungsfläche bis 2030 um 30 % zu reduzieren.
Farmer checking irrigation system

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt verringert. Gleichzeitig wurde ein gleichbleibender Ernteertrag sichergestellt und den Landwirten wurde geholfen, mit weniger Mitteln mehr zu produzieren. Mit neuen Hilfsmitteln und Innovationen haben wir jedoch die Möglichkeit – und die Verantwortung –, diese Auswirkungen weiter zu verringern. 

 

Für die Reduzierung der Auswirkungen des Pflanzenschutzes auf die Umwelt gibt es keine Pauschallösung. Kompromisse sind nötig und die Abläufe eines jeden Erzeugers müssen auf ganzheitliche Weise betrachtet werden. Wir wollen besser verstehen, welchen besonderen Herausforderungen die Landwirte gegenüberstehen, welche Maßnahmen sie ergreifen, um ihre Nutzpflanzen zu schützen, und welche Auswirkungen diese Lösungen auf die Umwelt haben.

 

Mit diesem Wissen können wir eine Reihe von Hilfsmitteln empfehlen, mit denen Landwirte ihre Nutzpflanzen schützen und ihre Umweltauswirkungen verringern können, sodass sie mit weniger Mitteln mehr produzieren können. Mit besonderem Augenmerk auf Innovation und Nachhaltigkeit wollen wir die Auswahlmöglichkeiten der Erzeuger im Hinblick auf Pflanzenschutzmittel weiter ausbauen.

Eine nachhaltige Landwirtschaft gewährleistet das perfekte Gleichgewicht zwischen den Interessen der Landwirte und dem Umweltschutz. Mit anderen Worten: Wenn wir unsere Umwelt schützen, können wir als Landwirte durch unsere Nutzpflanzen ausreichende Ernteerträge für einen profitablen landwirtschaftlichen Betrieb erzielen.
Patricio Valdenbro
Hacienda Las Cárdenas, Spanien

Ein datengesteuerter Ansatz zur Reduzierung der Umweltbelastung

In der Landwirtschaft gibt es keine Einheitslösung: Das, was für einen Erzeuger funktioniert, funktioniert möglicherweise nicht für einen anderen. Wir wollen mit Landwirten in den Ländern und bei den Nutzpflanzen zusammenarbeiten, bei denen wir den größten Beitrag zur Optimierung ihres gesamten Ansatzes zum integrierten Pflanzenschutz leisten können. Im Rahmen dieser Kooperation stellen wir den Erzeugern unser durch die Innovations-Pipeline stetig wachsendes Instrumentarium bereit. So können wir zusammen die auf den jeweiligen Betrieb zugeschnittenen Pflanzenschutzlösungen auswählen, die sowohl einen Mehrwert schaffen als auch die Umweltbelastungen durch den Betrieb verringern. Um unsere Verpflichtungen zu erfüllen, konzentrieren wir uns auf folgende Bereiche:

 

Optimierung der pro Hektar benötigten Pestizidmengen durch Hilfsmittel wie: 
  • Präzisionsausbringung: Einsatz von datengesteuerten Tools, durch die sichergestellt wird, dass die korrekte Menge an Pflanzenschutzmitteln am richtigen Ort und zur richtigen Zeit eingesetzt wird.
  • Saatgutbehandlung: Durch neue Saatgutschutzmittel kann die Menge der eingesetzten Chemikalien sowie die potenzielle Gefährdung von Wildtieren und der Umwelt drastisch reduziert werden.
  • Saatgut und Pflanzeneigenschaften: Pflanzen, die dahingehend gezüchtet und entwickelt wurden, dass sie die Schädlinge und Krankheiten, für die sie anfällig sind, besser bekämpfen, wodurch wiederum weniger chemischer Pflanzenschutz benötigt wird. 
Entwicklung neuer und besserer Pflanzenschutzlösungen, die die Auswirkungen auf die Umwelt deutlich verringern können, wie z. B.:
  • Neue Chemikalien: Einsatz neuer Wirkungsweisen mit besserem Umweltprofil, die denselben Wirkungsgrad aufweisen und gleichzeitig potenzielle Umweltrisiken und -gefährdungen reduzieren.
  • Biologika: Einsatz neuer Produkte, die auf Mikroben oder natürlichen Abwehrmechanismen von Organismen basieren, soll die integrierten Managementpraktiken ergänzen und verbessern sowie die Resistenz der Schädlinge verringern.
Überarbeitung bestehender und neuer Pflanzenschutzmittel im Hinblick auf eine Begrenzung der Umweltrisiken und eine Verringerung der Pestizidmenge, wie z. B.:
  • Verbesserte Formulierungen: Formeln, die die Abdrift mindern oder das Anhaften des Mittels an den Blättern verbessern, helfen dabei, den Wirkstoff dort zu halten, wo er eigentlich sein soll. So kann eine Gefährdung von Tieren und der Umwelt begrenzt werden. 
Empfehlen von Best Practices für Landwirte, die ihre Nachhaltigkeit verbessern und ihre Umweltauswirkungen verringern können, unter anderem:
  • Stewardship-Maßnahmen: Einsatz guter landwirtschaftlicher Praktiken wie Pufferstreifen, Bodenbearbeitungspraktiken, Maßnahmen zur Reduzierung der Abdrift und des Abflusses, die darauf abzielen, die Pflanzenschutzmittel dort zu halten, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen: auf dem Feld. Im Netzwerk „Bayer ForwardFarming“ finden Sie mehr zu dieser Praxis.
  • Integrierter Pflanzenschutz: Umsetzen eines ganzheitlichen und systemischen Ansatzes für die Schädlingsbekämpfung auf saisonaler oder mehrjähriger Basis.
00:00

Bis 2030 Reduzierung um 30 %

 

Dies ist kein subjektives Ziel, bei dem Erfolg oder Misserfolg frei interpretierbar sind. So wie Innovationen Landwirten die Möglichkeit geben, mit weniger Mitteln mehr Ertrag zu erzielen, erhalten auch wir dadurch eine Kennzahl zur Messung der Fortschritte, die wir uns zum Ziel gesetzt haben. Fortschritte, die von unabhängigen Stellen überprüft und transparent kommuniziert werden. Fortschritte, die wir genauso konsequent verfolgen werden wie unsere finanziellen Ziele.

 

Wir haben bereits ein branchenweit einzigartiges, extern entwickeltes Modell bestätigt, mit dem die Umweltfolgen sämtlicher Pflanzenschutzmittel für jede Nutzpflanze der Welt gemessen werden können. Bisher haben wir dieses Modell eingesetzt, um unser gesamtes eigenes Produktportfolio und dessen Anwendung weltweit zu untersuchen und so dessen Folgen für die Nachhaltigkeit besser zu verstehen. Mit dieser Basismessung können wir die Nutzpflanzen und Länder mit relativ hohen Umweltauswirkungen durch den Pflanzenschutz identifizieren und ermitteln, wo wir etwas bewirken können. In Zukunft werden wir die Gesamtakzeptanz der Ansätze, die wir zur Reduzierung der Auswirkungen auf diese Märkte bringen, regelmäßig mit dem jeweils aktuellen Marktstandard vergleichen. Das versetzt uns in die Lage, die Verringerung der Umweltauswirkungen unseres Pflanzenschutzes insgesamt mit dem Ausgangswert – und unserem Ziel einer Reduzierung um 30 % bis 2030 – zu vergleichen.

 

Und schließlich werden wir unsere Fortschritte transparent und für alle einsehbar verfolgen.