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Bayer Crop Science Glossary
Aflatoxin

Ein Mykotoxin, das von Aspergillus-Pilzen produziert wird, die unter günstigen Bedingungen (hohe Feuchtigkeit und Temperatur) wachsen. Aflatoxin gedeiht an vierlerlei Orten, sein Vorkommen reicht von großen Getreidekulturen bis hin zu Erdnussbutter, Nüssen und Gewürzen. Aflatoxine sind genotoxisch und gehören zu den stärksten krebserzeugenden Substanzen, die zurzeit bekannt sind. Das Hauptzielorgan beim Menschen ist die Leber, doch auch das Risiko für Gallenblasenkrebs ist erhöht.

Agronomische Bewertung

Wachstum und Entwicklung der Pflanze sind wie beabsichtigt.

Anabaufläche

Land, das für landwirtschaftliche Zwecke, also zur Erzeugung von Lebensmitteln, Futtermitteln, Biokraftstoffen usw., genutzt wird. 

Bewertungen von nichtzielorganismen

Auswirkungen auf die Tierwelt wie die Bestäuber, einschließlich der bedrohten Spezies.

Biodiversität

Vielfalt der Spezies oder Lebensformen in einem bestimmten Gebiet oder in einer Region. Diese Lebensformen umfassen Tiere, Pflanzen und alle Formen von Organismen, die für die Gesundheit des Ökosystems eine Rolle spielen.

Biokraftstoffe

Kraftstoff, der aus lebendem Pflanzenmaterial gewonnen wird.

Biotechnologie

Biotechnologie, auch als Gentechnologie oder Gentechnik bezeichnet, bezeichnet den Prozess, bei dem lebende Organismen genutzt werden, um die Beschaffenheit einer Pflanze zu verbessern, beispielsweise ihre Fähigkeit, sich selbst gegen Schädigung zu schützen, oder ihre Wachstumsfähigkeit und Produktivität zu steigern.

Datenanalytik

Qualitative und quantitative Prozesse, die zur Steigerung der Produktivität und des geschäftlichen Gewinns eingesetzt werden. In der Landwirtschaft unterstützt die Datenanalytik Landwirte dabei, effizienter mit ihren Ressourcen umzugehen, die zeitlichen Abläufe und Raten der Einsatzfaktoren (Inputs) genauer einzuhalten sowie die umweltbezogene Auswirkung im Prozessverlauf zu vermindern.

Dossiers

Zusammenstellung aller Studienberichte und Begleitdokumente, die zur Registrierung eines Wirkstoffs oder eines Pflanzenschutzproduktes erforderlich sind.

Dränstrang

Leitungssysteme, meistens aus geriffelten Kunststoffrohrleitungen, die unterhalb der Bodenoberfläche eingebracht werden, um überschüssiges Wasser aus einem Feld mit angebauten Nutzpflanzen abzuleiten. Dadurch können sich Wurzeln bis zur gewünschten Tiefe entwickeln und stehendes Wasser kann aus tiefer gelegenen Bereichen des Feldes entfernt werden. Dies trägt auch zur Minimierung von Erosion bei, indem das Ablaufen überschüssigen Wassers aus dem Feld erleichtert wird.

EC50

Die halbmaximale effektive Konzentration (EC50) bezieht sich auf die Konzentration eines Stoffes, bei der nach einer bestimmten Expositionszeit eine Reaktion in halber Höhe zwischen dem Ausgangswert und dem Maximum induziert wird, d. h. die Konzentration, bei der 50 % der maximalen Wirkung beobachtet wird.

ER50

Die halbmaximale Effektrate (ER50) bezieht sich auf die Menge eines Stoffes, bei der nach einer bestimmten Expositionszeit eine Reaktion in halber Höhe zwischen dem Ausgangswert und dem Maximum induziert wird, d. h. die Rate, bei der 50 % der maximalen Wirkung beobachtet wird.

Ernterückstände

Pflanzenmaterial, das nach der Ernte verbleibt; es kann Stängel, Blätter und Wurzeln umfassen.

Felderkundung/Nutzpflanzen Nsichtung

Die Sichtung der Nutzpflanzen, auch als Felderkundung bezeichnet, ist die grundlegende Tätigkeit der Besichtigung eines Nutzpflanzenfeldes, die üblicherweise zu Fuß erfolgt, wobei häufiger angehalten wird, um Beobachtungen zu machen. Ein Landwirt führt die Nutzpflanzensichtung durch, um zu sehen, wie das Wachstum auf verschiedenen Flächen eines Feldes aussieht, und festzustellen, welche Stressoren oder Schädlinge unter Umständen vorhanden sind. Falls während der Vegetationsperiode Probleme auftreten, kann der Landwirt daran arbeiten, diese zu beseitigen, damit sie sich zur Erntezeit nicht negativ auf den Ertrag auswirken.

Fruchtfolge

Geplante zeitliche Abfolge der auf demselben Feld angebauten Nutzpflanzen. Durch die Fruchtfolge werden Produktivitätsvorteile erzielt, indem der Gehalt an Nährstoffen im Boden verbessert und die Entwicklungs-/Lebenszyklen von Schädlingen durchbrochen werden.

Gute Laborpraxis

Gute Laborpraxis (GLP): Qualitätssystem, das den formellen Rahmen für die Bedingungen bereitstellt, unter denen nicht-klinische Sicherheitsstudien zu Auswirkungen auf die Gesundheit und Umwelt geplant, durchgeführt, überwacht, aufgezeichnet, berichtet und archiviert werden. Die Details sind in gesetzlichen Bestimmungen wie OECD-Advisory Documents, EPA- und FDA-GLP-Regeln und anderen nationalen Gesetzen, wie z. B. im deutschen Chemikaliengesetz, festgelegt.

Holzschnitzel-bioreaktor

Einfache, mit Holzschnitzeln verfüllte Gräben, die das vom Dränstrang ablaufende Wasser landwirtschaftlicher Betriebe filtern. Ihr Einsatz trägt dazu bei, den Nitrat-Abfluss in nahegelegene Wasserwege zu reduzieren.

Hybride

Hybridsaatgut wird nach herkömmlichen Züchtungsmethoden erzeugt, wobei zwei verschiedene, aber kompatible Pflanzen miteinander gekreuzt werden, um eine neue Pflanze zu erzeugen – die auch als Hybride bezeichnet wird. Ein Beispiel dafür ist die Apfelsorte „Honeycrisp“. Der Honeycrisp-Apfel wurde im Rahmen eines Apfelzuchtprogramms der University of Minnesota entwickelt und ist eine Hybride, die durch Züchtung zweier verschiedener Apfelsorten hergestellt wurde, um eine neue, knackigere und saftigere Apfelsorte zu erzeugen.

Intrinsische Gefahr

Die inhärente Eigenschaft eines Stoffes (oder einer Situation), die das Potenzial hat, nachteilige Auswirkungen auszulösen oder zu verursachen, wenn ein Organismus, System oder eine Population diesem Stoff ausgesetzt wird, basierend auf seinen chemischen, physikalischen oder biologischen Eigenschaften (z. B. die intrinsische Gefahr, sich beim Schneiden mit einem scharfen Messer zu verletzen).

Keimplasma

Lebende genetische Ressourcen, wie z. B. Saatgut oder pflanzliche Gewebe, die zum Zwecke der Pflanzenzucht, Konservierung und für andere Anwendungen in der Forschungen gehalten werden.

Konservierende Bodenbearbeitung (Direktsaat, Reduzierte Bodenbearbeitung, Mulchsaat)

Zur konservierenden Bodenbearbeitung gehören alle Formen der reduzierten Bodenbearbeitung. Bodenbearbeitung ist die Tätigkeit der Bodenkultivierung, um ihn für das Anpflanzen vorzubereiten oder um Nutzpflanzenreste nach der Ernte zu entfernen. Die „Direktsaat“ beinhaltet beispielsweise keine Störung des Bodens; die „reduzierte Bodenbearbeitung“ oder „Mulchsaat“ gehen mit einer möglichst geringen Störung einher. Die Vorteile dieser Methoden sind u. a. eine bessere Erhaltung der Bodenfeuchte und verminderte Bodenerosion.

LC50

Die mittlere letale Konzentration (LC50) ist ein Indikator für die tödliche Toxizität eines bestimmten Stoffes und entspricht einer Konzentration, bei der 50 % der dem Stoff ausgesetzten Lebewesen sterben.

LD50

Die mittlere letale Dosis (LD50) ist ein Indikator für die tödliche Toxizität eines bestimmten Stoffes und entspricht einer Dosis, bei der 50 % der dem Stoff ausgesetzten Lebewesen sterben.

LR50

Die Letalrate (LR50) ist ein Indikator für die tödliche Toxizität eines bestimmten Stoffes und entspricht einer Rate, bei der 50 % der dem Stoff ausgesetzten Lebewesen sterben.

Maisstroh

Stängel, Blätter und Kolben, die in einem Maisfeld nach der Ernte verbleiben. Diese Materialien bilden die primäre Quelle für die Ethanolproduktion auf Zellulosebasis und können gelegentlich auch als Futtermittel gesammelt oder abgegrast werden. Sie werden auch als Ernterückstände bezeichnet.

Mikrobielle stoffe

Bei den in der Landwirtschaft genutzten mikrobiellen Produkten handelt es sich um Stoffe, die Nutzpflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen und dadurch ein gesundes Wachstum fördern.

Monokultur

Das Anpflanzen einer einzigen Sorte der Nutzpflanze in einer bestimmten Region oder auf einem Feld, das häufig über einen längeren Zeitraum, d. h. über mehrere aufeinanderfolgende Pflanzzyklen, erfolgt.

MRL

Der Rückstandshöchstgehalt (engl. maximum residue level, MRL) bezieht sich auf die möglichen Rückstände im Erntegut, die einem festgelegten Höchstgehalt (dem RHG) unterliegen.

NOAEL

Der NOEL-Wert (No Observable Effect Level) entspricht dem Expositionsniveau eines Stoffes, bei dem keine Wirkungen des Stoffes nachgewiesen wurden.

NOEC

Der NOEC-Wert (No Observable Effect Concentration) entspricht der Konzentration eines Stoffes, bei der keine Wirkung nachweisbar war.

NOEL

Der NOEL-Wert (No Observable Effect Level) entspricht dem Expositionsniveau eines Stoffes, bei dem keine Wirkungen des Stoffes nachgewiesen wurden.

Nährstoffmanagement

Der Prozess der Steuerung von Menge, Quelle, Zeitplanung und Methode des Nährstoff-/Düngereinsatzes, mit dem Ziel der optimalen Produktivität des landwirtschaftlichen Betriebs bei gleichzeitiger Minimierung der Nährstoffverluste, die Umweltprobleme bedingen könnten.

organische Bodensubstanz

Die organische Bodensubstanz besteht aus dem aktuell auf oder im Boden befindlichen restlichen Material aller ehemals dort lebenden Organismen, die zersetzt und zu Humus abgebaut wurden. Humus ist organisches Material, das durch Mikroorganismen zersetzt wurde und das bei der Zersetzung schnellen Form- und Masseveränderungen unterliegt.

Pestizid

Stoff oder Stoffgemisch, der bzw. das eingesetzt wird, um den Lebenszyklus eines Schädlings zu verändern. Dabei kann es sich um natürlich gewonnene oder synthetisch hergestellte Stoffe handeln.

Herbizid: Pestizid gegen Unkräuter
Insektizid: Pestizid gegen Insekten
Fungizid: Pestizid gegen Pilze
Akarizid: Pestizid gegen Milben und Zecken
Nematizid: Pestizid gegen Fadenwürmer (Nematoden)

Pflanzenschutz

Unter Pflanzenschutz versteht man Geräte, Mittel und bewährte Methoden, die von Landwirten benutzt bzw. angewendet werden, um ihre Nutzpflanzen vor den negativen Auswirkungen von Unkräutern, Schädlingen und Krankheiten zu schützen.

Pflanzenzüchtung

Die Pflanzenzüchtung wurde traditionell definiert als die Kreuzung von Pflanzen, um Nachkommen zu erzeugen, die eine gewünschte, in der Elterngeneration vorgefundene Eigenschaft aufweisen.

Polykutur

Das gleichzeitige Anpflanzen von mehr als einer Nutzpflanze in einer bestimmten Region oder auf einem Feld.

Präzisionslandwirtschaft

Unter Präzisionslandwirtschaft versteht man den Einsatz von fortschrittlichen Technologien, Geräten und der Datenanalytik, um die Anbauverfahren von Nutzpflanzen zu verbessern. Die Landwirte werten dabei die zu ihren Maschinen und den Feldern erhaltenen Daten sowie Satellitenbilder aus, um ihre natürlichen Ressourcen, beispielsweise Wasser, Boden und Kraft-/Betriebsstoffe, effizienter und genauer einzusetzen; außerdem unterstützt sie sie bei der Anwendung anderer Einsatzfaktoren, wie Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Pufferstreifen

Kleine Landstreifen mit dauerhafter Vegetation, die sich zwischen den Anbauflächen der Hauptnutzpflanzen befinden und dem Zweck dienen, Schadstoffströme zu unterbrechen, Erosion zu verlangsamen und Umweltprobleme zu bewältigen. Diese Streifen sind häufig auch ein Habitat für die heimische Tierwelt und Bestäuber.

Rasterprobenahme

Rasterprobenahme bezeichnet die Tätigkeit der rasterartigen Entnahme von Bodenproben pro Acre (bzw. pro Hektar) Bodenfläche; sie dient dazu, eine präzise Vorgehensweise beim Nährstoffmanagement zu unterstützen. Eine herkömmliche Dichte der Entnahme von Bodenproben war beispielsweise 1 oder 2 Proben pro 3 oder 4 Acre (bzw. pro ca. 1,2 bis 1,6 Hektar). Die Rasterprobenahme fordert dagegen bis zu 42 Proben pro Acre, die digital auf dem Feld kartiert und gekennzeichnet werden; dies führt zu einem besseren Verständnis der Variabilität der Nährstoffanforderungen des Bodens quer über das Feld.

Saatgutbehandlungen

Unmittelbar vor dem Anpflanzen direkt auf ein Saatgut angewendete Pflanzenschutzmittel, um das Saatgut, Setzlinge und Pflanzen vor Schädlingen zu schützen.

Sicherheitsmarg

Die Sicherheitsmarge ist der Faktor, der zur Berücksichtigung von Unsicherheiten hinzuaddiert wird. Wenn beispielsweise in einem an Fischen durchgeführten Test auf chronische Wirkungen bis zu einem Wert von einschließlich 10 μg/l keine Wirkungen nachgewiesen wurden, wird zusätzlich noch ein Bewertungsfaktor von 10 hinzugefügt, sodass die zulässige Konzentration im Wasser lediglich 1 μg/l betragen würde. Die Sicherheitsfaktoren bei der Bewertung von Umweltrisiken variieren je nach Bereich und Prüfsystem und fallen bei der Beurteilung akuter Auswirkungen in der Regel höher aus als bei der Bewertung chronischer Auswirkungen.

Umweltbezogene Sicherheitsmarge

Die Sicherheitsmarge ist der Faktor, der zur Berücksichtigung von Unsicherheiten hinzuaddiert wird. Wenn beispielsweise in einem an Fischen durchgeführten Test auf chronische Wirkungen bis zu einem Wert von einschließlich 10 μg/l keine Wirkungen nachgewiesen wurden, wird zusätzlich noch ein Bewertungsfaktor von 10 hinzugefügt, sodass die zulässige Konzentration im Wasser lediglich 1 μg/l betragen würde. Die Sicherheitsfaktoren bei der Bewertung von Umweltrisiken variieren je nach Bereich und Prüfsystem und fallen bei der Beurteilung akuter Auswirkungen in der Regel höher aus als bei der Bewertung chronischer Auswirkungen.

Zearalenon

Ein von Pilzen der Gattung Fusarium produziertes Mykotoxin. Zearalenon kommt vor allem in Getreide und Mais vor und ist ein starker Östrogenmetabolit. Zearalenon ist dafür bekannt, bei Tieren durch eine Veränderung des Hormonhaushalts Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten und Fortpflanzungsprobleme zu verursachen. Die Exposition von Menschen gegenüber diesem Stoff über die Ernährung ist bedenklich, da mehrere sexuelle Funktionsstörungen und Veränderungen in der Entwicklung des Sexualapparats auftreten können.

Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte werden zwischen den Vegetationsperioden der für den Verkauf bestimmten Hauptnutzpflanze angebaut, um die Bodengesundheit zu verbessern, Erosion zu vermindern, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und/oder die Bodenverdichtung zu reduzieren. Es gibt drei Haupttypen von Zwischenfrüchten: Knollengewächse wie der Ackerrettich, Gräser wie der Getreideroggen, Hafer oder das einjährige Weidelgras sowie Hülsenfrüchte wie der Klee. Diese Zwischenfrüchte werden gelegentlich abgegrast oder geerntet, aber meistens durch den Winterfrost bzw. vor der nächsten Saison des Pflanzenanbaus beendet.

Ökologische wechselwirkungen

Beispielsweise Verkrautung, potenzieller Genfluss auf verwandte Wildformen, Empfänglichkeit für Krankheiten und Auswirkungen auf Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Insekten.