Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Sprout Emerging from Soil
Bodengesundheit
Gesunder Boden, gesundes Ökosystem

Der Boden unter unseren Füßen bildet seit Millionen von Jahren eine der wichtigsten Grundlagen für das menschliche Leben. Ein intakter Boden ist Voraussetzung für ertragreiche Ernten. Deshalb versuchen wir ständig, neue Erkenntnisse über den Boden zu gewinnen und daraus zu lernen. Im offenen Dialog mit unseren Partnern suchen wir gemeinsam nach Forschungsmöglichkeiten und neuen Ideen, um die Wechselbeziehung zwischen Landwirtschaft und Boden zu verbessern und die dafür notwendigen Ressourcen bereitzustellen.

 

Wie die Luft, die wir atmen, oder das Wasser, das wir trinken, muss auch der Boden geschützt werden. Die richtige Bodenbeschaffenheit erleichtert es den pflanzlichen Wurzeln, ihre Funktion zu erfüllen. Wurzeln fixieren die Pflanze im Boden und nehmen Wasser, Nährstoffe und Mineralien aus dem Boden auf. Wenn die Gesundheit der Wurzeln gefährdet ist, verkümmert die Pflanze. Zudem ist ohne einen gesunden Boden das Wurzelwachstum gefährdet.

 

Wir bei Bayer arbeiten an der Entwicklung eines innovativen Ansatzes für maßgeschneiderte Lösungen, mit denen Landwirte höhere Erträge erzielen und gleichzeitig die Bodengesundheit erhalten können.

 

Schonende Bodenbearbeitung

 

Die moderne Agrarwirtschaft ermöglicht es Landwirten, den Boden intakt zu halten und somit die Bodengesundheit zu fördern. Eine reduzierte und konservierende Bodenbearbeitung bietet Bauern die Möglichkeit, teilweise oder sogar ganz auf das Pflügen und Aufwühlen des Bodens zu verzichten. Durch das Aufbrechen und Wenden des Ackerbodens im Zuge der Bodenbearbeitung wird der im Boden gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt und die Anfälligkeit für Bodenerosion durch Wind oder Regen erhöht. 

 

Je schonender die Bodenbearbeitung, umso mehr wertvolle Nährstoffe und Feuchtigkeit bleiben im Boden erhalten. Außerdem werden Erosion und Wasserabfluss reduziert und die Landwirte werden in die Lage versetzt, das Regenwasser optimal zu nutzen. Auch der Bedarf an landwirtschaftlicher Bewässerung kann durch den Einsatz schonender Bodenbearbeitungsmethoden verringert werden, was zum Schutz natürlicher Frischwasserquellen beiträgt. Zudem helfen Direktsaatverfahren , Kohlenstoff im Boden zu binden. Durch reduzierte Bodenbearbeitung oder vollständigen Verzicht darauf können Landwirte die Entstehung von Treibhausgasen in der Atmosphäre verhindern und somit zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

 

Ein weiterer Vorteil der Direktsaat besteht darin, dass Landwirte mit dieser Methode das natürliche Ökosystem von Regenwürmern, Nematoden, Milben, Insekten, Pilzen, Bakterien sowie über 1.000 verschiedenen Arten von wirbellosen Organismen besser schützen können. Auf unserer Reise hin zu einer besseren agrarwirtschaftlichen Zukunft finden wir stets innovative Wege, um zum Schutz der Nutzpflanzen beizutragen – zum Beispiel indem wir die Kraft der bereits im Boden befindlichen Organismen nutzen.

00:00
Das ganze Jahr über geschützt

 

Der Anbau von Zwischenfrüchten ist eine weitere, immer populärer werdende Methode zur Verringerung der Erosion und zur Verbesserung der Bodengesundheit.

 

Der Zwischenfruchtanbau ermöglicht es Landwirten, zwischen den Anbausaisons von Kulturen wie Mais, Sojabohnen oder Baumwolle verschiedene Pflanzen (wie Rettich oder Klee) anzubauen. Solche Pflanzen, darunter die besonders wüchsige Rettichart „Tillage Radish“, helfen dabei, Bodenverdichtungen aufzubrechen und somit die Feuchtigkeit im Boden zu binden und den Schutz vor Erosion zu verbessern. Hülsenfrüchtler wie der Inkarnat-Klee nutzen natürliche Bodenbakterien, um Stickstoff aus der Atmosphäre zu gewinnen und ihn als Reserve für das nachfolgende Jahr an ihre Wurzeln zu binden.

 

Zwischenfrüchte helfen, Nährstoffe und organische Substanzen im Boden zu speichern, verbessern nachhaltig die Bodengesundheit und tragen zu höheren Ernteerträgen bei.


Die Bedeutung des pflanzlichen Nährstoffhaushalts neu definieren
 

Düngemittel stellen nach wie vor einen der größten Kostenfaktoren für Landwirte dar. Mehr als drei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen und drei Prozent des global verwendeten Erdgases sind der Anwendung und Herstellung von synthetischen Stickstoffdüngern zuzuschreiben. Was wäre jedoch, wenn wir die natürlichen Kräfte der Bakterien im Boden nutzen könnten, um Pflanzen dabei zu helfen, Stickstoff aus der Umwelt zu absorbieren?  

 

Zusammen mit Ginkgo Bioworks haben wir bei Bayer das Gemeinschaftsunternehmen Joyn Bio gegründet, das Mikroben entwickelt, mit deren Hilfe Nutzpflanzen Stickstoff aus der Luft beziehen können. So wird der Bedarf an künstlichen Düngemitteln drastisch reduziert. Gemeinsam erforschen wir derzeit die Wechselbeziehung zwischen Mikroben und Pflanzen. Wir betrachten dabei ihre gemeinsame Evolution und ihren einzigartigen Beitrag zum Ökosystem. Wir hoffen, dass es Landwirten dadurch gelingt, den Verbrauch fossiler Brennstoffe und somit die Treibhausgasemissionen durch die Landwirtschaft zu reduzieren. Die Arbeit, die wir leisten, mag sich in einem mikroskopisch kleinen Bereich abspielen, aber ihr Potenzial ist gigantisch.

Erfahren Sie mehr über den Schutz natürlicher Ressourcen