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cotton field
Was wichtig ist
Tools of the Trade
Brett Begemann
Brett Begemann
Chief Operating Officer for the Crop Science division of Bayer

Die Einfachheit des Begriffs „Tools of the Trade“ hat mir schon immer gefallen. Das „Tool“ ist das Werkzeug, das die Arbeit erledigt, und damit das Handwerk — den „Trade“ — des Nutzers ermöglicht. Maler verwenden Farbe, Lösungsmittel und Pinsel, Schreiner verschiedene Sägen, Hammer, Bohrer, Schrauben und Nägel. Jede Branche hat ihre eigenen Utensilien, ohne die das Geschäft nicht funktionieren kann. Die Landwirtschaft ist keine Ausnahme, vor allem wenn es darum geht, störende Unkräuter zu bekämpfen.

 

Unkräuter machen Nutzpflanzen Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe streitig und stellen eine der größten Bedrohungen für eine erfolgreichen Ernte dar. Bei der Unkrautbekämpfung gibt es keine Patentlösung. Landwirte verlassen sich auf das Zusammenspiel verschiedener Instrumente und Methoden, wie zum Beispiel die Fruchtfolge, Zwischenkulturen und Herbizide. Da auf jedem Feld Millionen von Unkrautsamen darauf warten, sich zu entfalten, müssen sich Landwirte zum Schutz ihrer Pflanzen (und ihrer Existenz) in jeder Saison auf einen regelrechten Kampf einlassen - mit Herbiziden als zentralem Element.

 

Unkräuter sind nicht nur allgegenwärtig, sie entwickeln sich auch ständig weiter, da sich im natürlichen Selektionsprozess anpassungsfähigere Sorten gegenüber weniger widerstandsfähigen Unkräutern durchsetzen. Diese „Problemunkräuter“ sind mit herkömmlichen Methoden nur schwer zu bekämpfen. Deswegen haben wir auch im Juni 2019 unsere Pläne bekanntgegeben, in den nächsten zehn Jahren rund 5 Milliarden Euro in neue Methoden zur Unkrautbekämpfung zu investieren.

 

Die Bekämpfung von Unkräutern, die gegenüber bestimmten Herbiziden resistent geworden sind, ist ein schwieriges Unterfangen. Ich selbst habe das in meinem Familienbetrieb mit Amarant auf meinen Feldern am eigenen Leib erfahren. Ein ganzheitlicher Ansatz, der neue Sorten mit Toleranzen gegenüber Herbiziden mit mehreren Wirkmechanismen kombiniert, ist nötig, um dieser Herausforderung zu begegnen. Damit sinkt die Gefahr, dass sich Resistenzen entwickeln. Das Xtend-System, kombiniert mit dem Dicamba-basierten Herbizid XtendiMax®, ist eine solche Lösung von Bayer, die Soja- und Baumwollbauern dabei hilft, problematische Unkräuter wie Amaranthus palmeri zu bekämpfen.

Brett Begemann
Unkräuter sind nicht nur allgegenwärtig, sie entwickeln sich auch ständig weiter, da sich im natürlichen Selektionsprozess anpassungsfähigere Sorten gegenüber weniger widerstandsfähigen Unkräutern durchsetzen.
Brett Begemann
Chief Operating Officer der Bayer-Division Crop Science

Dicamba, der Wirkstoff von XtendiMax, ist ein bekanntes Herbizid, dass Landwirte und Hauseigentümer seit Jahrzehnten nutzen, um zahlreiche breitblättrige Unkräuter zu bekämpfen. Da Dicamba volatiler ist als einige andere Herbizide, hat Bayer die einzigartige VaporGrip®-Technology entwickelt, die das Volatilitätspotenzial von Dicamba im Vergleich zu älteren Versionen um 90 Prozent senkt. Dank dieser verringerten Volatilität können Soja- und Baumwollbauern Dicamba ganz anders einsetzen und gewinnen damit ein weiteres wertvolles Instrument für ihr Unkrautmanagement.

 

Obwohl Landwirte in den USA bei der Wahl des Saatguts und der Herbizide über zahlreiche Möglichkeiten verfügen, entscheiden Sie sich weiterhin für Roundup Ready 2 Xtend-Soja, XtendFlex-Baumwolle und das Herbizid XtendiMax. Wir gehen davon aus, dass Roundup Ready 2 Xtend-Soja und XtendFlex-Baumwolle 2020 auf über 24 Millionen Hektar angebaut werden, was deutlich mehr als der Hälfte der geschätzten Gesamtfläche für Soja und über 70 Prozent der erwarteten Fläche für Baumwolle in den USA entspricht. Zudem hat Bayer seit 2018 über 84.000 Landwirte und zertifizierte Anwender darin geschult, das Produkt möglichst effektiv einzusetzen. Wir helfen auch dabei sicherzustellen, dass die Anwendungshinweise befolgt werden und eine erfolgreiche, zielgenaue Anwendung möglich ist. Diese Bemühungen zahlen sich aus. Die große Mehrheit der Kunden ist mit der zielgenauen Anwendung erfolgreich, und über 90 Prozent der befragten Kunden sind mit dem Resultat der Unkrautbekämpfung zufrieden — das erklärt, warum das Xtend-System seit der kommerziellen Einführung 2017 jedes Jahr auf immer mehr Hektar zum Einsatz kommt.

 

Wie bereits gesagt: Wie in jeder anderen Branche gibt es keine Patentlösung. Landwirte brauchen Zugang zu verschiedenen Mitteln und Wegen der Unkrautbekämpfung. Jede neue Technologie gibt uns die Chance, von den Landwirten zu lernen und sicherzustellen, dass sie das volle Potenzial unserer Produkte ausschöpfen. Der Erfolg des Xtend-Systems und von XtendiMax reicht weit über den US-amerikanischen Markt hinaus. Und viele südamerikanische Sojabauern freuen sich schon auf die zukünftige Einführung des Xtend-Systems und des Herbizids XtendiMax.

 

Wir wissen, dass die Instrumente, die heute gefragt sind, schon morgen überholt sein können. Deswegen ist Bayer in der Forschung und Entwicklung führend in der Branche und setzt sich fortwährend für Innovationen in der Formulierung und Weiterentwicklung von Dicamba ein. Das beinhaltet auch erhebliche Investitionen in neue Eigenschaften und Technologien, die Nutzpflanzen gegenüber Dicamba und anderen chemischen Pflanzenschutzmitteln resistent machen können.  Wir untersuchen beispielsweise neue Herbizide mit neuartigen Wirkmechanismen, die Landwirten dabei helfen könnten, dem Unkraut immer einen Schritt voraus zu sein. Auch bei der Entwicklung einer neuen Generation der Unkrautbekämpfung bei Soja mit zusätzlicher Resistenz gegenüber einem weiteren Herbizid, nämlich Glufosinat, haben wir große Fortschritte gemacht. Und bis 2030 wollen wir mit Kulturen, die gegenüber sechs Herbizidklassen resistent sind, Branchenführer sein.

 

Während meines bisherigen Lebens, in dem ich immer mit Landwirtschaft zu tun hatte, habe ich viele Veränderungen beim Anbau miterlebt. Die „Tools of the Trade“ in der Landwirtschaft entwickeln sich unweigerlich weiter, um der veränderten Dynamik unserer Branche gerecht zu werden. Es gibt keinen Zweifel daran, dass sie für unsere weltweite Ernährungssicherung essentiell sind. „Health for all, hunger for none“ ist unsere Vision bei Bayer. Heute ist es mehr als jemals zuvor in unser aller Interesse, dafür zu sorgen, dass Landwirte über die Lösungen verfügen, die sie brauchen, um ihre Arbeit zu machen und damit die Ernährung weltweit zu sichern.